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Mitarbeiter der Nahverkehrsbetriebe





Als Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs sollte jedem bewusst sein, dass das Fahrpersonal zwar die wichtigsten Mitarbeiter eines Nahverkehrsunternehmens sind, aber einen geringen Stellenwert in dessen Hierarchie einnehmen. Dieses spiegelt sich in einer geringen Bezahlung im Zusammenhang mit schlechten Arbeitsbedingungen wieder. Kurze Ruhezeiten zwischen den Diensten, sehr unregelmäßige Arbeitszeiten und viel Wochenendarbeit sieht der Dienstplan für Fahrdienstbeschäftigte vor. Neben großen Stress im Straßenverkehr sind Fahrdienstmitarbeiter bedingungslos dem Kunden ausgeliefert und müssen sich fast alle Vorhaltungen von Fahrgästen gefallen lassen. Im Regelfall erhält der Kunde von Seiten des Verkehrsunternehmens immer recht, auch wenn sein Verhalten mehr als Zweifelhaft erscheint und als unangemessen anzusehen ist. Straßenbahn- und Busfahrer besitzen in der Gesellschaft keine Lobby und somit ist ihr Stellenwert bei den Verkehrsbetrieben gering eingestuft.

Anders sieht es bei Verkehrsunternehmen im Verwaltungsbereich aus, hier sitzen teilweise Lobbyisten mit ihren entsprechenden Mitarbeiterstäben. Hier werden Gehälter gezahlt, die in keiner Weise mit den Leistungen übereinstimmen. In entstandenen Seilschaftsprinzipien sind hoch entlohnte Positionen nach entsprechenden Beliebtheitsgraden entstanden. Qualität wurde als neues Schlagwort auch für die Nahverkehrsbetriebe entdeckt und somit die Berechtigung für die in Massen entstandenen Marketingjobs gesichert. Ob diese Art von Qualität benötigt wird oder nicht, ist erst mal zweitrangig, es sind nur diese zweifelhaften und unbenötigten Arbeitsplätze aufrecht zu erhalten. Es erweckt den Anschein, dass der Überschuss an gelernten Marketingberufen bei den Verkehrsbetrieben Einzug halten soll und dieses dann mit Steuergeldern finanziert wird. Doch wie sieht die entwickelte Qualität der Marketingexperten aus? Erst mal hat der Kunde immer recht und wenn sein Anliegen noch so dämlich ist. Die große Mehrheit der Beschwerdeführer würde das Verkehrsunternehmen sowieso nicht als Kunde verlieren, egal wie die Behandlung ist, denn sie sind auf den ÖPNV angewiesen. Andere wiederum nutzen den ÖPNV nur weil er preiswerter ist als die Fahrten mit dem eigenen PKW und diese Pfennigfuchser würden auch immer wieder den ÖPNV nutzen. Die Qualität des eigenen PKW wird der ÖPNV nie erreichen, denn es bedeutet Unabhängigkeit, kein lautes Gequatsche, einen bequemen Sitzplatz, kein Gedränge, kein rücksichtsloses Benehmen anderer, keine langen Wartezeiten an Haltestellen, keine verpassten Anschlüsse und diese Qualität wird nie ein Marketingexperte herbeireden können. Was schaffen denn die Marketingexperten? In den Verkehrsspitzenzeiten volle Bahnen und Busse mit Verspätungen und verpassten Anschlüssen, so wie es eben immer war. Immer unbequemere Bahnen und Busse mit immer engeren, härteren und weniger Sitzplätzen, der Komfort nimmt ab statt zu. Der Aufenthalt an Haltestellen wird städtebaulich schöner und gilt als Aushängeschild für Kommunalpolitiker die den ÖPNV nie nutzen, doch für die Fahrgäste immer schlechter, schöner anstatt nützlicher Wetterschutz. Das Benehmen der Fahrgäste wird aufgrund fehlenden Anstandes ebenfalls immer negativer. Hier werden Menschen zusammengestaucht und dieses wird dann von Marketingexperten schön geredet. Aber in manchen Sachen sind Marketingleute wirklich unübertroffen, sie können tonnenweise Papier als nutzlose Broschüren produzieren lassen, die als einzige wirkliche Aufgabe nur die Umweltbelastung erhöhen, oder veranlassen teure Umfragen die kein Ergebnis bringen. Denn bequeme, nicht überfüllte Fahrzeuge mit zugesicherten Sitzplatz, die zudem auch noch pünktlich verkehren schafft keine Broschüre, keine Umfrage und kein schwätzender Marketingexperte.

Marketing und Qualität sind Schlagwörter der heutigen Zeit und wenn die zahlenden Aufgabenträger eines Tages merken, dass dieses alles nur Steuergelder kostet und überhaupt keine Vorzüge erkenntlich sind, wird sich wieder auf den ursprünglichen Grund des Nahverkehrs besonnen und ein ÖPNV ohne unnötige Schnörkel angeboten. Denn unbequem, unpünktlich und langsam war er schon immer und wird es auch in der Zukunft bleiben.


Zu diesen Themen möchte ich jedoch hinzufügen, dass dieses ausschließlich meine private Meinung ist und in keiner Weise mit irgendeinem Verkehrsunternehmen im Zusammenhang steht.

Artikel, Dezember 2011

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